Energieeinsparen lernen

Energieeinsparen lernen
11.03.2022

Energieeinsparen lernen

CDU möchte Energieeinsparprojekt an städtischen Schulen initiieren

„Königswinter soll bis 2035 energieneutral sein“ – diesen Beschluss haben die Mitglieder des Stadtrates nahezu einstimmig gefasst. Diesem Ziel fühlt sich die CDU-Fraktion verpflichtet. Die Koalition hat aber in den Haushaltsberatungen 2022 mehrere städtische Bauprojekte, auch an Schulen und Sporthallen, mit dem Hinweis auf die notwendige Erstellung eines aufwändigen Nachhaltigkeits-Gesamtkonzeptes zurückgestellt. Die CDU ist der Auffassung, dass Energieeinsparungen durch eine bauliche Ertüchtigung zwar durchaus sinnvoll sein können, gerade aber an Schulen, die sich generell durch einen hohen Energieverbrauch auszeichnen, kurzfristige und sofort wirksame Einsparungen durch eine Änderung des Nutzerverhaltens möglich sind.

„Wir bitten die Verwaltung als Schulträger, an möglichst allen Schulen der Stadt ein Energiesparprojekt zu etablieren, das technische Einsparungen an Strom und Heizungsenergie mit Pädagogik und Nutzersensibilisierung verbindet“, skizziert Ratsmitglied Dr. Griese das Projekt. „Dies können aber nicht allein die Lehrerinnen und Lehrer leisten, sondern es sollen kompetente Partner gewonnen werden, wie die Energieagentur Rhein-Sieg e.V. oder die städtischen Strom- und Gaslieferanten. Diese Partner stellen umfangreiches Fachwissen, Personal und Organisation bereit“, ergänzt Ratsmitglied Franz Gasper, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

Zur Finanzierung dieses Projekts können Fördermittel beantragt werden. „Selbst darum müssen sich weder Stadtverwaltung noch Schulen kümmern. Diese Aufgabe würde die Energieagentur Rhein-Sieg übernehmen“, ist der CDU-Fraktionsvorsitzende Unkelbach überzeugt.

Um die Motivation der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen, soll ein Anreizsystem geschaffen werden. Dazu Ratsmitglied Breitenstein, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Die Schulen müssen am Erfolg beteiligt werden, entweder über eine Aufteilung der eingesparten Energiekosten (50:50) oder über ein Prämiensystem, das gezielt Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler wie Energiedatenerfassung, Projekttage zum Klimaschutzmanagement oder besonders engagierte Klimateams belohnt.“

Und die CDU hat schon weitere Ideen. Dazu Ratsmitglied Dr. Griese: „Eine Erweiterung dieses Projekts auf Einsparmöglichkeiten bei Wasser und Abfall ist folgerichtig, sollte aber erst im nächsten Schritt angegangen werden.“