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Im nördlichen Bergbereich unserer Stadt, im Kirchspiel Stieldorf leben nahezu 7.000 Menschen. Die Ortschaften liegen inmitten einer schönen Landschaft, sie liegen aber auch an der städtischen Peripherie in direkter Nachbarschaft zu Bonn und Sankt Augustin.
Diese besondere Lage bringt Vorteile mit sich wie die Nähe zur Stadt Bonn und eine sehr gute Anbindung an das übergeordnete Straßennetz. Es ergeben sich aber auch Nachteile, die sich insbesondere an der völlig unzureichenden Anbindung der Ortsteile an die Rheinschiene über den Öffentlichen Personennahverkehr festmachen lassen. Eine direkte Anbindung an die Talschiene nach Oberkassel an die Straßenbahn ist vordringlich, damit die Schülerinnen und Schüler, die in hoher Zahl die weiterführenden Schulen im Talbereich besuchen (CJD, Kalkuhl) nicht länger auf Mutters oder Vaters Taxi angewiesen sind, um vor allem nach Schulende wieder heim zu kommen. Die zunehmende Ganztagsbeschulung erfordert eine ganztägig fahrende Buslinie. Wir verkennen nicht, dass es in den Mittagsstunden zu Verbesserungen gekommen ist. Wir halten diese Lösung allerdings nicht für ausreichend. Durch die Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze an den Brückenköpfen der Konrad-Adenauer-Brücke ergeben sich auch für viele Berufspendler, die dort arbeiten und im Kirchspiel Stieldorf wohnen, mit einer neuen Buslinie zur Rheinschiene gerade in dieser Zeit gute Gründe, auf ihr Auto zu verzichten und in den Bus umzusteigen. Die derzeitigen unzureichenden Busverbindungen halten jedenfalls - wie uns Zuschriften zeigen – viele Berufstätige davon ab, den Bus zu benutzen. Dies muss sich ändern. Wir bemühen uns intensiv darum, bei der anstehenden Überarbeitung des Nahverkehrsplans Verbesserungen zu erreichen. Wir erkennen im Kreis die Einsicht, dass die Struktur des ÖPNV gerade für das Kirchspiel Stieldorf vordringlich überprüft und verbessert werden muss. Umstrukturierungen müssen nicht mehr kosten, wir erwarten aber, dass sie vielen Menschen zugute kommen. Die CDU favorisiert folgende Lösung:
- Einstellung der Linie 520/521 von und nach Königswinter und der Linie 541 von und nach Ramersdorf. Auf beiden Linien fahren nur sehr wenige Busse, so dass von dicht und kontinuierlich vertakteten Busverbindungen nicht gesprochen werden kann.
- Einrichtung einer ganztags zumindest im Stundentakt fahrenden neuen Buslinie von Bockeroth über Rauschendorf, Stieldorf und Vinxel nach Oberkassel/Römlinghoven an die Straßenbahn (und von dort zurückfahrenden) Buslinie, die auch noch zur CJD-Schule nach Königswinter weiterfahren könnte, um die Schüler dorthin zu bringen und natürlich auch dort wieder aufzunehmen.
Der Rahmenplan Stieldorf/Oelinghoven/Vinxel liegt seit fast einem Jahr auf dem Tisch. In mehreren Bürgerversammlungen konnten sich die Bürger über das Ergebnis dieser Rahmenplanung informieren. Dabei haben sie in vielen Wortbeiträgen ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass sie eine zu massive Neubauplanung fürchten. Die CDU hat hierzu eine klare Meinung:
- Der Rahmenplan ist von uns gefordert worden, um bauliche Entwicklungstendenzen aufzuzeigen, infrastrukturelle Defizite (ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten, Sportangebot, Kinderspielplätze usw.)zu benennen und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv in diese Diskussion mit Wünschen und Forderungen einzubringen – nicht mehr und nicht weniger.
- Dieser Rahmenplan ist planungsrechtlich nicht vorgeschrieben, sondern ermöglicht eine öffentliche und offene Diskussion weit vor einer konkreten Flächennutzungsplanung oder gar vor der Aufstellung von Bebauungsplänen. Genau diese Diskussion mit den Bürgern hat die CDU gewollt.
- Wir werden neue Baugebiete nur sehr behutsam, zurückhaltend und an den Bedarf angepasst ausweisen.
- Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Innenentwicklung unserer Ortschaften nur schwerlich realisierbar ist, weil die Verfügbarkeit der dort noch ausgewiesenen Baugrundstücke in der Entscheidung der Grundstückseigentümer liegt.
- Die demographische Entwicklung verfolgen wir mit Sorge. Die Zahl der Kinder ist auch im Kirchspiel Stieldorf erheblich zurück gegangen. Wir sehen die Notwendigkeit, jungen Familien, wenn sie im Kirchspiel Stieldorf wohnen wollen, hier auch die Möglichkeit zu geben, Wohneigentum ihrer Wahl (ein Haus zu kaufen oder neu zu bauen) zu begründen.
An der Grundschule Stieldorf ist durch den gerade fertig gestellten Neubau von drei Klassenräumen ein pädagogisch und funktional optimales Lernumfeld für unsere Schülerinnen und Schüler geschaffen worden. Wir haben Verständnis für die gelegentliche Kritik, dass dort ein Denkmal würdiges Altgebäude abgerissen worden ist, sagen aber auch, dass diese Entscheidung nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse über die Altbausubstanz alternativlos war, weil auch nach einer Sanierung des Altgebäudes keine Sicherheit gegeben werden konnte, dass die Schimmelbelastung nicht wieder auftreten würde. Die CDU war die treibende Kraft für die Neubaumaßnahme, die zusätzlich noch eine verbesserte Sicherheit für die Kinder gebracht hat, weil der gesamte Schulgebäudekomplex jetzt abschließbar ist. Im Rahmen des Konjunkturprogramms wird auf Vorschlag der CDU zusätzlich noch die Fassade der Turnhalle gedämmt, um Energie zu sparen.
Sorgen bereitet uns die Bausubstanz des alten Hobshofes in Vinxel (an der Kapelle). Nach der Schließung der Gaststätte verfällt dieses zentral gelegene Anwesen zunehmend und ist schon längst kein Aushängeschild für Vinxel und die Stadt Königswinter. Der Eigentümer Bergischer Schulfonds ist aufgefordert, die Gebäudesubstanz zu erhalten und wieder einer Nutzung zuzuführen.
Die Kapelle in Vinxel, die im Eigentum der Stadt steht, wird zur Zeit saniert. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 32.000 €. Wir sind dem Kapellenverein zu Dank verpflichtet, dass er zusätzlich in erheblichem Umfang Eigenleistungen erbringt.
Sorgen bereitet uns auch der Zustand vieler Straßen, gerade in Rauschendorf. Zur Sanierung ist vor wenigen Wochen eine Prioritätenliste erarbeitet worden, die die Wiederherstellung der maroden Straßen in Rauschendorf (Am Tor, Probsthofstraße, Rauschendorfer Straße von alter Schule bis Kapelle) vordringlich berücksichtigt.
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